Wie viele andere von MLANGO geförderte Schulen in Malawi träumte auch Nkondezi von einem ‚lebenden Zaun‘ (living fence) um den Schulgarten. Dies sollte nicht nur ein nettes Extra sein, sondern die bisherige Praxis des jährlichen Zaunbaus ersetzen.
Die traditionelle Einzäunung des Gartens erwies sich nicht nur als mühsam, sondern auch als nicht nachhaltig, da jedes Jahr Bäume gefällt werden mussten, um Pfähle für den Bau des Schulgartens zu gewinnen.
Dank der finanziellen Unterstützung von MLANGO starteten wir am 26.03.2026 das Projekt zur Anpflanzung eines lebenden Zauns. An diesem Tag wurden Löcher im Garten ausgehoben, in denen die Nsungwi-Pflanze wachsen sollte, und diese mit Kompost gefüllt. Kompost ist sehr wichtig, da er nicht nur die Feuchtigkeit speichert, sondern auch die notwendigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum der Nsungwi liefert.
An der Aktion beteiligten sich Schüler und die Landwirtschaftslehrer (Herr Stallone Mbengwa und Herr Lackson).
Am 03.04.2026 reisten Herr Mbengwa und ich zum Grenzübergang Mloza, wo wir die Nsungwi-Bäume kauften und sie noch am selben Tag pflanzten. An der Pflanzaktion beteiligten sich Schüler, der Schulleiter und die Landwirtschaftslehrer. Nachdem wir die Nsungwi in die vorbereiteten Pflanzlöcher gesetzt hatten, zogen wir einen Damm um das gesamte Beet, um Staunässe zu vermeiden.
Der Garten in Nkondezi liegt nämlich in einem Gebiet, das besonders bei Regen oft überschwemmt wird.
Es ist erwähnenswert, dass während des gesamten Prozesses einige Probleme auftraten. Zum einen konnten wir einen Teil des Gartens nicht vollständig bepflanzen, da dieser komplett unter Wasser stand. Daher behielten wir einige Nsungwi-Bäume für später zurück, sobald der Wasserstand wieder normal war. Ein weiteres Problem war die Treibstoffknappheit und die gestiegenen Treibstoffpreise. Die Regierung hatte die Preise erhöht, doch der Treibstoff war nirgends zu finden. Dies belastete unser Budget erheblich, da die Transportkosten unerschwinglich stiegen.
Um die Transportkosten zu minimieren, haben wir Motorräder eingesetzt.
Abschließend möchten wir uns bei den Partnern von MLANGO für ihre Unterstützung dieses Projekts bedanken. Wir wissen auch die Betreuung und die kontinuierliche Nachbetreuung durch SIBBYLE sehr zu schätzen und sind dafür sehr dankbar. Wir versprechen, uns um solch wichtige Projekte zu kümmern, damit die Gartenarbeit in den nächsten Jahren eine neue Weiterentwicklung erfährt.
Mit freundlichen Grüßen,
CHIPILIRO LACKSON (Landwirtschaftslehrer in Mwangothaya)






